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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion: Möglichkeiten/Grenzen im Sichern und Halten von Pflegequalität unter schlechten Arbeitsbedingungen



Brady
08.11.2008, 21:56
Hallo zusammen,

möchte die schlechte Arbeitssituation der Pflege aufnehmen, die sich in dem anderen Thread nochmal sehr deutlich zeigte.

Liebe Grüße Brady

diamondice
09.11.2008, 07:10
Na das ist doch ein weites Thema.

Einer der größten Mängel ist sicher der geringe Organisationsgrad der Pflege und fehlendes Streikrecht in vielen konfessionellen Einrichtungen.

Hier könnte eine Pflegekammer und/oder eine ersatzlose Streichung des anachronistischen MAV-Gesetzes erste Impulse setzen.

Mich stört es irgendwie immer davon zu reden die Qualität unter den miesesten Bedingungen aufrecht zu halten. Immer weniger Personal und immer Belastung für den Einzelnen, der dann der "Berufung" bis zur Selbstaufgabe folgen soll.

So kann es nicht gehen und so darf es nicht weitergehen. Wir stellen unsere Angebote bei Personalmangel teilweise ein. Das verursacht dann unter Umständen höhere Kosten durch höhere Liegezeiten, was aber keinen wirklich zu einer Analyse der Situation inspiriert.

Ärzte haben es doch geschafft für 30% mehr Gehalt zu streiken. Ich finde, auch wenn das jetzt nach utopischer Maximalforderung klingt, das kann für die Pflege nur ein Anfang sein. Oder warum sollte ich weniger verdienen als jemand, der bei einem Autobauer Tachometer einschraubt?

Flocky
09.11.2008, 10:52
Ich denke wir sollten uns endlich von der Illusion verabschieden unter den jetzigen verschärften Bedingungen die bisherige Qualität aufrecht erhalten zu können. Die Möglichkeiten das durch strukturelle Veränderungen innerhalb der Krankenhäuser aufzufangen sind nahezu erschöpft.
Statt dessen sollten wir endlich anfangen darzustellen und offen zu legen, wo und an welchen Stellen es zu Einbußen kommt (kommen wird) hier kann (sollte) man diskutieren wo und wie die Prioritäten zu setzen sind.
Erwartung die Qualität aufrecht zu erhalten setzt die Mitarbeiter unnötig unter Druck . Ein wesentliches Problem hierbei ist ,dass dieser Druck durchgereícht wird und am Ende die einzelne Pflegekraft trifft , die dann zu entscheiden hat, welche Leistungen sie wie erbringt und welche nicht. Das führt zu Überforderung und Frustration und letztendlich sogar Demotivation.
In den wenigsten Häusern existieren Notfallpläne, die genau festlegen was unter welchen Bedingungen Priorität hat ,und was weggelassen werden kann.Solche Notfallpläne ,auf die die Mitarbeiter sich dann berufen könnten , wären geeignet unter diesen schwierigen Bedingungen die Mitarbeiter zu stützen ,und den Rechtfertigungsdruck auf eine andere Ebene zu verlagern.
Die derzeitige Situation trifft ja nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Patienten und führt zu der teilweise fast grotesk anmutenden Situation, dass „ wer am lautesten schreit am meisten bekommt“zum Beispiel ein Patient ,der sehr wohl in der Lage ist sein Bett selber zu machen erhält eine solche „Serviceleistung“ ,wenn er nur vehement genug darauf besteht , während der Patient, der darauf angewiesen wäre, sie nicht erhält weil er sich nicht wehren kann.
Solange es keine gesetzlichen Mindeststandards gibt, und keine am tatsächlichen Arbeitsaufwand errechnete Personalbemessungsgrundlage ,wird die Diskussion über Qualität und Qualitätseinbußen immer weiter auf dem Rücken der Pflegekräfte und auch auf dem der Patienten ausgetragen.

L.G. Flocky

Michl
09.11.2008, 11:01
Mich stört es irgendwie immer davon zu reden die Qualität unter den miesesten Bedingungen aufrecht zu halten. Immer weniger Personal und immer Belastung für den Einzelnen, der dann der "Berufung" bis zur Selbstaufgabe folgen soll.Das ist der eine Teil, der verantwortlich ist für Qualitätsmängel und Unprofessionalität in der Pflege. Aber allein mag ich das nicht gelten lassen.

Ich kenne Pflegekräfte, die engagieren sich weder berufspolitisch, noch fachlich. Zeigen keine Eigeniniative an ihrer Arbeitsstelle und leben das Motto: Es kommt immer eine Schicht nach...

Nun ist es aber so, dass diese Pflegekräfte zu Zeiten luxuriöser Besetzung (und die hatten wir paar Jahre zwischendurch) auch nicht engagierter oder interessierter waren.
Die jetzige Situation macht es aber nun einfach zu sagen: Kein Personal - Punkt.

Auch heute merke ich bei einigen keine Änderung in Quantität und Qualität, egal wie hoch der Arbeitsaufwand momentan ist.

Dann gibt es natürlich noch andere Gruppen von Mitarbeitern, mit Interesse an der Arbeit. Mitarbeiter, die gerne neues ausprobieren. Im Verhältnis zur ersten Gruppe, sind das aber wenige. Außerdem werden diese Mitarbeiter zunehmend frustriert.


geringe Organisationsgrad der Pflegedie Organisation stellt in vielfältiger Weise ein Problem in der Pflege dar.
Nicht nur die berufspolitische Organisation, sondern auch die Ablauforganisation und die Selbstorganisation.

Meiner Meinung nach ist das auch der erste Punkt, der auf Station angegangen werden muss. Überall gibt es Ressourcen, die durch schlechte Abläufe verschwendet werden. Sowohl auf übergeordneter Ebene, als auch bei den einzelnen Bereichskräften selbst. Und jeder schlecht organisierte Bereich wirkt auf den Stationsablauf und umgekehrt.

Meine Beobachtung ist die, dass nur die Mitarbeiter ein gutes Leistungsniveau halten, weniger Überstunden machen und mit ihrer Arbeit zufrieden sind, die ihre Arbeit gut organisieren.
Ich kenne auch viele ehemals engagierte Kräfte, die wegen ihrer Selbstorganisationdefizite in der jetzigen Situation straucheln und resigniert haben.

Es ist immer leicht, die Verantwortung abzugeben. Pflege hat so einen Hang zum Opfer-Dasein. Dabei gibt es aber Bereiche, in denen wir auch selbst tätig werden können. Und seine eigene Organisation zu verbessern, gehört dazu - und man profitiert selbst direkt davon.

Die Abläufe auf Station zu verändern ist dagegen schwieriger. Das geht nur über die Leitung: Es muss dafür Zeit investiert werden, die meiner Meinung nach Arbeitszeit sein muss. Und die Leitung muss da dahinterstehen und die Notwendigkeit erkennen.

Also doch: alles Organisation? ;-)

Nun bin ich aber trotzdem Praktiker und Realist und weiß, dass die Personalstruktur nicht für eine optimale Qualität gemacht ist, sondern für eine "ausreichende" pflegerische Versorgung. Außerdem gibt es ein natürliches Leistungsgefälle unter den Mitarbeitern, die genauso individuell sind, wie die Patienten.

Ich denke aber, dass Pflege eine bessere Verhandlungsbasis hätte. Ich halte nichts davon, Organisationmängel mit Personal zu stopfen. Das dürfte qualitätiv auch nichts bringen.


In den wenigsten Häusern existieren Notfallpläne, die genau festlegen was unter welchen Bedingungen Priorität hat ,und was weggelassen werden kann.Solche Notfallpläne ,auf die die Mitarbeiter sich dann berufen könnten , wären geeignet unter diesen schwierigen Bedingungen die Mitarbeiter zu stützen ,und den Rechtfertigungsdruck auf eine andere Ebene zu verlagern.Wer entscheidet bei solchen Notfallplänen, wann sie eingesetzt werden?
Geht es von den Mitarbeitern selbst aus?

Grüße
Michl

Brady
09.11.2008, 11:30
Nehme jetzt mal die Situation von den "Schwächsten" in unserer Berufsgruppe auf. Wie ich gelesen habe, ist unser "Feind" in unseren eigenen Reihen. Immer noch Stationen, die es irgendwie schaffen, wo es zu Druck, fast Bedrohung durch Zeitverträge, durch reflektionsunfähige oder ängstliche Stationsleitungen, Pflegedienstleitungen, bzw. der gesamten Führungsebene kommt.

Wo immer noch die Devise herrscht, wer sich anpasst und die Klappe hält, der darf bleiben. Diese Angepassten bekommen als Bonbon Fort- und Weiterbildungen, können hoffen, bzw. das Zeitverträge verlängert werden.
Durch dieses Bonbon lernen sie, dass es besser ist die Klappe zu halten und wir züchten wieder unsere eigenen "Nichtaufmucker" heran.

Sicher wäre eine freiwillige Registrierung, eine Pflegekammer der erste Schritt, aber das haben wir (noch) nicht und so wie es nunmal ist, ist "die Karre ist schon in den Dreck gefahren".

Würden wir eine Pflegeplanung dafür aufstellen, müssten wir als erstes "Nothilfe" leisten. Ist es aber für diese Menschen, die quasi erpressbar sind eine Hilfe Notfallpläne zu erstellen? Kommt es da an, wo die Not am dringensten ist?

Mir fällt zu dem auch erstmal nichts ein, aber die Notfallpläne wären eventuell eine Lösung. Aber die Mentalität, von Stationsleitungen zu sagen..."Wir schaffen das schon", hat teilweise immer noch nicht aufgehört. Unter dem Leiden von Schwächeren. Obwohl Zustände auch für Patienten unzumutbar sind. Es ist grotesk wie alt und eingefahren wir sind und wie wenig wir in den Jahren dazu gelernt haben.

Liebe Grüße Brady

Flocky
09.11.2008, 17:26
Nun bin ich aber trotzdem Praktiker und Realist und weiß, dass die Personalstruktur nicht für eine optimale Qualität gemacht ist, sondern für eine "ausreichende" pflegerische Versorgung.
und genau das ist nirgendwo definiert , was ist "ausreichend und angemessen "?
Der Patient der darauf besteht dass ,sein Bett gemacht wird argumentiert ,dass wenn er schon sonst keine pflegerische Leistungen erhalte, könne er doch zumindest das erwarten !( habe ich tatsächlich erlebt und die zuständige PDL ist auch tatsächlich der Argumentation gefolgt, zumindest anfangs ).
Auch ich habe nur wenig Erfahrung mit Notfallplänen , kenne sie überwiegend aus der Literatur und da wird beschrieben dass sie schon an feste riterien gebunden sind -wobei da natürlich trotzdem nicht auszuschließen ist ,dass jemand der sich schlecht organisiert eher auf einen solchen Plan zurückgreift als jemand ,der in der Lage ist sich gut zu organisieren.
Wir haben bei uns so eine Art Notfallplan für den Nachtdienst , dass heißt es ist klar festgelegt welche Aufgaben der Nachtdienst unerledigt lassen kann ,wenn es der Arbeitsauffwand erfordert.
Die Erfahrung zeigt dass dieser Notfallplan tatsächlich nur sehr selten( im letzen Jahr insgesamt 2 x ) und auch nicht nur von bestimmten Pflegekräften in Anspruch genommen wird .Von den Pflegekräften im Nachtdienst,(80% Dauernachtwachen ) wird allerdings berichtet ,dass sie sich durch die Möglichkeit darauf zurückgreifen zu können ,entlastet fühlen.

Aber die Mentalität, von Stationsleitungen zu sagen..."Wir schaffen das schon", hat teilweise immer noch nicht aufgehört
und das führt letztendlich in der Konseqúenz dazu ,dass an der Schraube immer noch weiter gedreht werden kann und auch gedreht wird . Denn wenn ich es oft genug gezeigt habe ,dass der Betrieb auch bei Ausfall problemlos weiter läuft, wird irgendwann die Frage auftreten warum ist denn die weitere Pflegekraft überhaupt nötig? Auf diesem Weg rationalisieren wir uns selber unsere Stellen Weg. Solange es immer noch Pflegekräfte gibt die sich selbst auf die Schulter klopfen ,weil sie es geschafft haben 8 Patienten innerhalb einer Stunde zu waschen, wird niemand etwas ändern wollen / müssen . Da fände iches dann tatsächlich ehrlicher und auch zielgerichteter den Patienten gar nicht zu waschen , wenn keine medizinische Indikation vorgliegt

L.G. Flocky

Brady
09.11.2008, 18:40
Der Patient der darauf besteht dass ,sein Bett gemacht wird argumentiert ,dass wenn er schon sonst keine pflegerische Leistungen erhalte, könne er doch zumindest das erwarten Habe jetzt auch nicht die Weisheit mit Löffeln gegessen, aber das ist eine Haltung von Patienten, die ich noch nie so im Angriff auf Pflege erlebt habe. Wir kündigen dem Patienten so früh wie möglich an, wenn was ausfallen muss. Es geschieht meistens in der Morgen-, bzw. Abschlussrunden oder bei den gemeinsamen Mahlzeiten. In letzer Zeit ist bei uns auch viel ausgefallen auch zum Ärgerniss von den Patienten, nicht pflegerische Aufgaben oder Handlungen sondern eher andere Therapien, wie Musik- oder Kunsttherapie und wir sind oft diejenigen die dies überbringen, wobei ich es mit den jeweiligen Therapeuten geklärt habe, dies selber rechtzeitig und wenn der Ausfall vorhersehrbar ist mitzuteilen. Kann es auch daran liegen, dass der Patient nicht genügend mit sowas einbezogen wird? Hatte ich letzens wieder die Aufgabe sowas mitzuteilen, der Tanz- und Bewegungstherapeut ist auch MAV-Vorsitzender, er musste plötzlich zu einer Sitzung, wegen den Tarifverhandlungen. Sagte ich zu den Patienten, die Tanz- und Bewegungstherapie muss ausfallen, Hr. XY ist anderweitig verpflichtet. Da kam grosses Geraune, boh...schon wieder fällt was aus, wir haben sonst garnichts mehr an an diesem Nachmittag, usw...Sagte ich doch spontan, Hr. XY ist MAV-Vorsitzender und er kämpft für unser Geld. Plötzlich entspannte sich diese Gruppe von Menschen und es sagte jemand: "Na, klar, das ist verständlich"....

Ist es vielleicht so, dass es nur mitgeteilt wird und nicht darüber gesprochen wird? Oder nicht früh genug? Dass wir quasi den Patienten nur als Empfänger dieser Nachricht betrachten, aber nicht in den Austausch und in die Auseinandersetzung gehen? Will jetzt hier nicht von Beziehungsarbeit anfangen. Aber nur was mitzuteilen bedeutet, dass man nicht mit einbezogen wird und das verärgert bekanntlich.

LG Brady

Flocky
09.11.2008, 21:03
Ich möchte mich jetzt nicht an dem ungemachten Bett aufhängen . Das Problem so wie ich es sehe ist ,dass zum Teil von den Pflegekräften erwartet wird dass sie die Arbeit für die man eigentlich 10 Stunden (sind jetzt reine Zahlenbeispiele) brauchen würde ,in 8 Stunden geschafft sein soll. Und es dann den Pflegkräften vor Ort obliegt Priorotäten zu setzen. Das ist in einem gewissen Mass sicherlich notwendig und auch vertretbar, aber wenn es zu einem Dauerzustand wird ,muss es zu einer Entlastung kommen ,wie auch immer diese aussieht. Denn zum einem kommt es so bei den Patienten zu Unzufriedenheit , die sich natürlich auch auf auf die Beziehungsarbeit auswirkt ,und zum anderen bei den Mitarbeitern zu einer Arbeitsunzufriedenheit , was sich wiederum auf die Interaktionen mit den Patienten aber auch mit Kollegen und anderne Berufsgruppen auswirkt.
Ein wesentlicher Punkt für die Arbeitszufriedenheit ist das die Arbeit auch zu bewältigen ist, und dafür müssen Strukturen geschaffen werden die dieses ermöglichen. Notfallpläne wären vielleicht eine davon , weil damit nämlich der Rechtfertigungsdruck von den Mitarbeitern genommen wird wenn sie sich auf einen solchen Plan berufen können .
L.G. Flocky

diamondice
10.11.2008, 08:38
was ist "ausreichend und angemessen "?

Und genau das finde ich sehr spannend und interessant.

Seine Basics zu schaffen und dabei integriert Beziehungsarbeit zu leisten ist das Eine (wäre schön, wen wenigstens das klappen würde), das Andere ist darüber hinaus Zeit und Motivation zu haben die Beziehung auch individuell zu leben.

Als ich in der Somatik anfing ( '89 ) war es Gang und Gäbe, dass examinierte Personen mit nicht gehfähigen Patienten in den Park gingen und die Sonne genossen. 2002 habe ich der Somatik den Rücken gekehrt und da war an sowas nicht mehr im Ansatz zu denken.

Auch in meiner jetzigen Bude gestaltet sich das schwierig. Mit 2/2 im Dienst und nur 1 akuten Patienten kann ich erst mal alles andere getrost vergessen und brauche schon Glück um mal ein ungestörtes Gespräch zu führen.

behid
10.11.2008, 23:38
Eigentlich wollte ich recht schnell bei der Eröffnung des Threads antworten, aber jetzt schießen mir so viele Gedanken dazu durch den Kopf, dass ich nicht wirklich weiß wo ich anfangen soll.

Die Situation auf vielen Stationen ist alles andere als befriedigend und die meisten Kollegen reiben sich tagtäglich auf, um in Zeiten von Qualitätsmanagement und Kundenorientierung alle irgendwie zufriedenzustellen. Und viele würden sich über schlechte Bedingungen und nicht leistbare Arbeit auch beschweren, wenn nicht das Damoklesschwert eines befristeten Vertrags über ihnen hinge. Sie dürfen den den Mund nicht aufmachen und kommen krank zur Arbeit, weil mehr oder weniger offen gedroht wird, dass ja bald der Vertrag ausläuft und man mal schauen müsste, ob eine Verlängerung möglich wäre. So hält man die Leute von oben herab immer schön still und kann mit minimalster Besetzung die Patienten pflegen.
Ich persönlich habe noch nicht erlebt, dass Leistungen gestrichen wurden, weil zuwenig Personal da war, wenn man mal davon absieht, dass Gespräche (die ja auch eine Leistung am Patienten sind) nicht mehr stattfinden. Natürlich gibt es in Arbeitsabläufen und Oganisationsstrukturen Ressourcen, die man noch frei machen könnte. Leider sind die häufig auch mit Veränderungen bei anderen Berufsgruppen verbunden und spätestens da wird es schwierig.

Was mir noch einfällt zu diesem Thema erlebe ich an mir selbst. Ich habe immer gerne mitgestaltet und mich auch nach dem Dienst noch für meine Arbeit engagiert und eingesetzt. Nun erlebe ich seit einigen Jahren, dass dies nicht mehr so erwünscht ist und es vielfach seitens der Führungskräfte als Einmischung und Unruhestiftung erlebt wird, wenn man neue Vorschläge macht und Veränderungen wünscht. Ich ziehe mich immer mehr zurück und kann mich mit dieser Haltung eigentlich selbst nicht leiden, weil es gegen meine Arbeitauffassung und mein Naturell ist. Aber wenn der Druck aufgrund vertraglicher Bedingungen so immens hoch wird, dann kann ich die vielen Kollegen verstehen (mit Zeitverträgen),die sich nicht politisch engagieren und organisieren wollen. Lösungen oder
eine ungefähre Vorstellung wie man das ändern kann, habe ich derzeit noch nicht.

Behid