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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage: "Schreikinder" - Was sind die Gründe?!



Schnecke
26.10.2008, 15:52
Hallo liebe Kollegen/innen aus der Kinderkrankenpflege!

Ich habe da mal ein paar Fragen, aus persönlichem Interesse:

Meine Freundin hat eine kleine Tochter bekommen, jetzt 6 Wochen alt, die mehrmals täglich fast ununterbrochen schreit (ausgenommen sie schläft oder wurde gerade erst gestillt und ist müde).

Eine andere Freundin von mir hat das mit ihrer jetzt 5jährigen Tochter auch durchgemacht, auch diese war ein "Schreikind" und nie zu beruhigen.

Die Gründe, so sagt die eine mit dem 6 Wochen alten Baby, sind nicht wissenschaftlich belegt, aber man geht davon aus, dass die Kinder mit der Reizüberflutung in den ersten 3 Monaten ihres Lebens nicht zurecht kommen. Das hat ihr jedenfalls ein Kinderpsychologe gesagt, bei dem sie war. Andererseits kann es aber auch an Blähungen wegen der Gewöhnung des Darms an die Nahrung liegen.

Bei der jetzt 5jährigen hörte die Schreiphase auch tatsächlich nach 3 Monaten auf - woran das liegt, ob sie sich an die Reize oder die Nahrung oder an beides gewöhnt hat!?

Woran liegt das mit dem Schreien?
Was wisst ihr darüber?
Was kann man dem Kind Gutes tun?

Ich frage auch im Interesse meiner Freundin, denn die Nerven liegen ihr schon manchmal blank...


Schnecke

Oldtimer
26.10.2008, 16:06
Hallo Schnecke, *winke*

auch ich hatte mit beiden Jungs das Problem, bei beiden waren es Drei-Monats Kolliken!

Viel Fencheltee ungesüßt, immer mal Bäuchlein massiert!

Was anderes konnte ich nicht machen! Nach 3 Monaten war es auch schlagartig vorbei!

Arzt meinte auch, ist Umstellung auf Nahrung. Säuglinge müssen sich erst daran gewöhnen!

Es ist zwar sehr Nervenaufreibend, aber man weiß, das es ungefährlich ist!

Da muß man durch! *ok*

Liebe Grüße Oldtimer

behid
26.10.2008, 16:11
Hallo Schnecke,

so auf die Schnelle, kann ich deiner Freundin nur raten, sich mal in einer Schreiambulanz (gibt es in vielen Kinderkliniken) vorzustellen. Vielleicht kann man ihr dort noch einen Tipp geben.
Das was sie an Erklärungen bekommen hat, würde ich auch wiederholen. Mit der Zeit werden die Eltern nervöser und ungeduldiger und das merken die Kinder auch und ein Kreislauf beginnt. Manchmal hilft es, wenn die Eltern die Kinder den Großeltern oder Freunden für einige Stunden in Obhut geben, damit sie mal wirklich entspannen können. Da man tatsächlich von Reizüberflutungen ausgeht, sollte man den Tag ruhig gestalten, keine Fernseh- oder Radioberieselung, wenig Besuch und nicht mit dem Kind in lauten Gegenden spazieren gehen sind da die gängigen Tipps.

Bei Bauchschmerzen hilft das berühmte Kirschkernsäckchen, aber das hat sie bestimmt schon.

Aber ich mach mich nochmal schlau, vielleicht finde ich noch was aktuelles, was helfen könnte...
Gruß
Behid

behid
26.10.2008, 16:26
Schreikinder - Hilfreiche Adressen für Eltern (http://www.kinderkrankenpflege-netz.de/schreikinder.shtml)


Vielleicht findet ihr auf dieser Seite einen guten kompetenten Ansprechpartner...

Brady
26.10.2008, 17:56
Oft schon mitbekommen, dass Eltern dann auch ihre Kinder "anschreien" lassen, weil sie gehört haben, dass dies dann von alleine aufhört, wenn keiner mehr darauf reagiert.

Da kann ich aber nur vor warnen, da dies das Urvertrauen der Kinder zerstört. Denn gerade diese Entwicklungsstufe braucht die Zuwendung und wenn ein Baby schreit und keiner kommt, kann es einen nicht mehr gutzumachenenden Schaden nehmen.

Siehe auch hier: Urvertrauen ? Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Urvertrauen)


Liebe Grüße Brady

austria
26.10.2008, 18:58
Hallo Leute!

Vielleicht auch zwei interessante Buchtips:
Jirina Prekop: Schlaf kindlein verflixt noch mal..- finde ich gut, hat mir persönlich geholfen. Mein Sohn hat auch die ersten sechs Wochen viel geweint und ich kan es nur nachvollziehen wie energieraubend das ist.
Das zweite Buch heißt: das Geheimniss der ersten neun Monate- unsere frühesten Prägungen.
Und noch dazu viel Geduld, vielleicht hilft es, sich zu denken es ist nur eiene Phase, die auch einmaöl ein Ende hat.Hilfe von Anderen annehmen ,um sich ausruhen zu können. Ist nich immer leicht, aber sehr wertvoll..

LG Austria

Peter Münch
27.10.2008, 07:54
auch ich hatte mit beiden Jungs das Problem, bei beiden waren es 3 Monatsblähungen! Viel Fencheltee ungesüßt, immer mal Bäuchlein massiert!

Unsere älteste Tochter hatte als Säugling das gleiche Problem. Ständig unruhig, extrem wenig Schlafbedarf dazu weitgehend ratlose Kinderärzte... Wir mussten damit leben, aber es hat mich manchmal an die Grenze meiner Kraft gebracht. Meine Frau war arbeiten, ich habe noch studiert, musste meine Diplomarbeit schreiben und dann das erste Kind, bei dem man ohnehin noch keine Ahnung von nichts hat. Ob sie ein Schreikind war, kann ich nicht sagen, aber sie hatte auch diese Drei-Monats-Kolliken und hat unglaublich wenig geschlafen....

Die Kinderärztin seinerzeit meinte, da könne man nichts machen, es gebe halt solche Kinder... Inzwischen ist meine Tochter verheiratet und lebt ganz normal....

Geholfen hat auch ungesüßter Fencheltee und Medikamente gegen Blähungen bzw. Bauch streicheln...

Peter Münch

Schnecke
27.10.2008, 15:44
Hey!

Vielen :Herzlichen Dank für Eure Tipps - werde sie auf jeden Fall auch an meine Freundin weitergeben.

Einige Dinge, wie Kind nicht soviel Lärm und Unruhe auszusetzten, war uns auch schon bekannt durch diesen Kinderpsychologen (ich glaube an den ist sie auch durch eine Schreiambulanz gekommen...); er hat ihr wirklich alles sehr gut erklärt und ihr damit auch die Angst genommen, etwas bei ihrem Baby zu übersehen und falsch zu machen.
Und sie macht es wirklich gut und der Papa auch; sind zwar beide schonmal genervt durch das Gekreische der Kleinen, bleiben aber nach aussen dem Kind gegenüber ruhig dabei.

Danke Euch,
Schnecke