Brady
02.06.2008, 21:26
Toleranz (Gewöhnung)
Toleranz und Gewöhnung sind in der Fachsprache Synonyme. Da aber Gewöhnung umgangssprachlich in zwei verschiedenen Bedeutungen benutzt wird (Gewohnheitsbildung oder Toleranz), sollte um der Klarheit willen nur der Begriff Toleranz benutzt werden. Toleranzentwicklung ist eine häufige Antwort des Organismus auf einen Fremdstoff, die nicht nur bei Exposition mit Suchtstoffen beobachtet wird. Auch gegenüber zahlreichen anderen Substanzen kann sich eine Toleranz ausbilden. Man unterscheidet eine metabolische und eine zelluläre Toleranz. Bei der metabolischen Toleranz wird der Fremdstoff beschleunigt abgebaut, bei der zellulären werden die Körperzellen unempfindlich.
In der Psychiatrie: die veränderte Stoffwechsellage, in die ein Organismus bei längerer Gewöhnung an einem Suchtstoff gerät und die zur körperlichen Abhängigkeit physical dependence führt.
In der Psychologie spricht man bei Toleranz über klassische und auch operante Konditionierung bei positiver und negativer Verstärkung.
Beispiel: Drogenabhängigkeit erlernen - und daran sterben. Ein Mensch, der eine neue Droge ausprobiert, mag herausfinden, dass diese einen gewünschten Gefühlszustand hervorbringt (positive Verstärkung). Bei Absetzen der Droge --> Bestrafung durch schmerzhafte Entzugserscheinungen. Durch Vermeidung sorgt sie für negative Verstärkung. Nach wiederholtem Drogenkonsum kann sich die Toleranz entwickeln - die Reaktion auf die Droge ist herabgesetzt.
Ohne diese Schutzreaktion Toleranz, würde die Drogenwirkung stärker ausfallen. Dies hieße bei einem anderen Setting würde dies wie eine Überdosierung wirken. Dieser Effekt tritt auf, weil das neue Setting, dessen Reize nicht vertraut sind. Es stehen keine konditionierten Hinweisreize zur Auslösung der erlernten Toleranzreaktion bereit.
Toleranz und Gewöhnung sind in der Fachsprache Synonyme. Da aber Gewöhnung umgangssprachlich in zwei verschiedenen Bedeutungen benutzt wird (Gewohnheitsbildung oder Toleranz), sollte um der Klarheit willen nur der Begriff Toleranz benutzt werden. Toleranzentwicklung ist eine häufige Antwort des Organismus auf einen Fremdstoff, die nicht nur bei Exposition mit Suchtstoffen beobachtet wird. Auch gegenüber zahlreichen anderen Substanzen kann sich eine Toleranz ausbilden. Man unterscheidet eine metabolische und eine zelluläre Toleranz. Bei der metabolischen Toleranz wird der Fremdstoff beschleunigt abgebaut, bei der zellulären werden die Körperzellen unempfindlich.
In der Psychiatrie: die veränderte Stoffwechsellage, in die ein Organismus bei längerer Gewöhnung an einem Suchtstoff gerät und die zur körperlichen Abhängigkeit physical dependence führt.
In der Psychologie spricht man bei Toleranz über klassische und auch operante Konditionierung bei positiver und negativer Verstärkung.
Beispiel: Drogenabhängigkeit erlernen - und daran sterben. Ein Mensch, der eine neue Droge ausprobiert, mag herausfinden, dass diese einen gewünschten Gefühlszustand hervorbringt (positive Verstärkung). Bei Absetzen der Droge --> Bestrafung durch schmerzhafte Entzugserscheinungen. Durch Vermeidung sorgt sie für negative Verstärkung. Nach wiederholtem Drogenkonsum kann sich die Toleranz entwickeln - die Reaktion auf die Droge ist herabgesetzt.
Ohne diese Schutzreaktion Toleranz, würde die Drogenwirkung stärker ausfallen. Dies hieße bei einem anderen Setting würde dies wie eine Überdosierung wirken. Dieser Effekt tritt auf, weil das neue Setting, dessen Reize nicht vertraut sind. Es stehen keine konditionierten Hinweisreize zur Auslösung der erlernten Toleranzreaktion bereit.