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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Singultus - seltenes, aber oft verkanntes Problem



Schnecke
28.05.2008, 14:49
Liebe Kollegen!

Im Laufe der Jahre als Krankenschwester in der Onkologie habe ich festgestellt, dass die Pat. hin und wieder an einem sehr hartnäckigen, oft Stunden anhaltenden Schluckauf leiden. Es kommt zwar nicht sehr oft vor (eher selten), aber wenn, dann ist es für die Pat. eine sehr belastende Situation. Die Gründe für einen ausgeprägten Singultus können verschiedener (auch onkologischbedingter) Natur sein.
Spricht man das Thema Singultus bei Kollegen an, so merkt man schnell, dass sie meistens schlecht bis garnicht informiert sind über mögliche Ursachen und Interventionsmöglichkeiten bei diesem Problem.
Wenn man hingegen den ärztlichen Dienst darauf aufmerksam macht, werden direkt Medikamente aus den verschiedenen Medikamentengruppen (Antiemetika, Antineuroleptika, Muskelrelaxanzien, etc.), meist als Tropfen, angeordnet.

Nun habe ich mich gefragt, warum Medikamente aus den verschiedensten Medikamentengruppen angeordnet werden und ob es keine pflegerischen Interventionsmöglichkeiten bei Schluckauf gibt. Da bald die Facharbeit für die Weiterbildung in der Onkologie ansteht, habe ich mir vorgenommen, dies zum Thema zu machen. Ich habe etwas recherchiert und auch einiges herausgefunden, einige Informationen fehlen mir aber dennoch.

Nun bitte ich Euch um Eure Mithilfe, denn ich habe einige Fagen an Euch:

°Welche Bedeutung hat das Thema Singultus bei Euch im Team ?
°Wird Schluckauf überhaupt von Dir als Pflegeproblem angesehen?
°Welche med. und pfleg. Interventionsmöglichkeiten kennst Du?
°Welche wendet Ihr am meisten an und warum?

Ich danke Euch schonmal für Eure Mithilfe, bin offen für alle Informationen das Thema Singultus betreffend (auch über Linkverweise!) und würde mich freuen, wenn Ihr was dazu beitragen könntet,


Schnecke*winke*

Schnecke
07.07.2008, 16:17
Hey,

es ist jetzt schon über einen Monat her, dass ich diese Fragen ins Forum gestellt habe. Leider kam darauf keinerlei feedback.*heul*

Die Recherche für meine Facharbeit habe ich ja vor dem Urlaub schon begonnen und sie ist auch fast abgeschlossen. Es fehlen mir nur noch ein paar Infos pflegerischerseits, von Kollegen halt.*handschüttel*
Nun bin ich zurück aus dem Urlaub und es ist an der Zeit mit meiner Facharbeit in die Vollen zu gehen.

Deshalb jetzt noch mal der Aufruf an Euch alle (falls Ihr es in der Praxis schonmal erlebt habt!) dazu etwas zu sagen!
Auch wenn es nicht viel ist, es wird mir helfen!:umarmen
Ich brauche nur die Infos, ob es Euch überhaupt schonmal begegnet ist dieses Phänomen, inwieweit es den Pat. belastet hat und ob es von pflegerischer Seite überhaupt als Pflegeproblem erkannt wurde...und wenn ja, dann natürlich auch wie dagegen interveniert wurde.
=> Fragen siehe oben!!!

Jede Info hilft!


Danke, danke, danke

Schnecke:veräppeln

behid
07.07.2008, 17:40
Hallo Schnecke,

leider kann ich dir aus pflegerischer Sicht dazu gar nichts sagen. Zumindest nichts was dich im Zusammenhang mit deiner Facharbeit weiterbringen würde. In meinem Fachbereich haben die Patienten (Frühgeborene) zwar häufig Schluckauf, aber man hat nicht den eindruck, dass dies besonders belastend ist. Und wir gehen auch nicht dagegegen vor, weil das nach einigen Minuten von selbst wieder verschwindet.
Sorry!

Im Bekanntenkreis hatte ich neulich jemand, der einen Schluckauf hatte und mit kürzeren Unterbrechungen für einige Tage. Die verordneten Medikamente halfen nicht und man hat es dann mit homöopathischen Mitteln versucht. Ob das oder einfach der Zufall das Ganze beendet hat, weiß ich leider nicht, nur dass es für alle Beteiligten extrem belastend war.

Hattest du einen schönen Urlaub?
Behid

pffanja
08.07.2008, 12:52
Hallo,
ich kenne das Problem mit dem Schluckauf.
Bei uns kommt es immer auf den behandelnden Arzt an, was gemacht wir und ob überhaupt etwas gemacht wird. Manche probieren es auch einfach mit Wasser trinken oder Zucker essen oder Luft anhalten.
Manchmal gibt es Haldol Tropfen oder iv Injektionen oder es hat ncoh so andere tropfen , nur vergesse ich immer den Namen. Es fängt mit C an, aber das ist nur ein ganz kleiner Tip, was sicher niemanden wirklich helfen wird.

Nicht nur ChemoPatienten kommen bei uns mit Singultus.