Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fachweiterbildung für den Endoskopie- und Operationsdienst
Fachkrankenschwestern/-pfleger im Operations- und Endoskopiedienst pflegen Patienten vor, während und nach endoskopischen und operativen Eingriffen.
Darüber hinaus sind sie speziell für die Pflege, Wartung und Instandhaltung der empfindlichen endoskopischen Geräte ausgebildet.
Weiterlesen hier: http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=58792
die fachausbildung operationsdienst ist schon ein wenig umfangreicher als beschrieben.
das ist ne 2-jahrige ausbildung und ist nicht abgetan mit ein wenig vor- und nachbereitung, sondern operative tätigkeiten mit verdammt viel wissen, verantwortung und eigenarbeit.
gruss brause
Hallo brause,
stimmt, die Beschreibung in dem Link ist sehr .... übersichtlich.
Vielleicht magst Du ja ein bisschen mehr zu den Aufgaben einer OP Fachkraft berichten, wäre schön.
LG Duria
hier ist ein kleiner link, der einen kleinen einblick in meinen beruf erlaubt.
die berufsbezeichnung ist zwar TOA, manuell ist der job ähnlich wie der eines fachkrankenpfleger op
gruss brause
http://redcross.ch/data/info/pubs/pdfbb/redcross_pros_11_de.pdf
Hallo miteinander,
mein erster Beitrag in diesem Bereich greift gleich ein heisses Eisen auf:
Wenn ich weiss, das ich unbedingt im Op arbeiten will, warum sollte ich erst Gesundheits und Krankenpflegerin werden, Berufserfahrung sammeln und dann noch die Fachweiterbildung dranhängen wenn ich doch das gleiche (?) als OTA in viel kürzerer Zeit erreichen kann ?
Hiermal zum Vergleich die Ziele der Weiterbildung bzw der OTA-Ausbildung:
Ziele der Weiterbildung
Die Weiterbildung soll Gesundheits- und Krankenpflegerin/-pfleger respektive Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/-pfleger mit ihren vielfältigen Aufgaben im Operationsdienst vertraut machen und ihnen die zur Erfüllung dieser Aufgabe erforderlichen speziellen Kenntnisse, Fertigkeiten, Verhaltens- weisen und Einstellungen vermitteln.
Zu den Aufgaben der Gesundheits- und Krankenpflegerin/-pfleger respektive Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin/-pfleger für den Operationsdienst zählen insbesondere:
Vorbereitungs-, Überwachungs- und Nachsorgemaßnahmen am Patienten bei operativen Eingriffen unter Beachtung der geplanten ganzheitlichen Krankenpflege.
Vor- und Nachbereitung der Operationseinheit einschließlich der zur Operation benötigten Instrumente, Materialien, und Geräte.
Unterstützung der operativen Gruppe vor, während und nach der Operation.
Fach- und sachkundiges, situationsgerechtes Instrumentieren.
Planung und Organisation des Arbeitsablaufes.
Systematische und pflegeorientierte Anleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Weiterbildungsteilnehmerinnen und Weiterbildungsteilnehmer.
Anwendung und Überwachung von Hygienevorschriften und aseptischen
Verhaltens- und Arbeitsweisen in der Operationsabteilung sowie tätigkeitsbezogener Rechtsvorschriften.
Fähigkeit zur selbstkritischen, verantwortungsbewussten Zusammenarbeit erwerben
Ziel der Ausbildung
(1) Die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin / zum Operationstechnischen Assistenten (OTA) soll die Schülerinnen und Schüler mit den vielfältigen Aufgaben im Operationsdienst und den folgenden Funktionsbereichen:
- Ambulanz
- Endoskopie und
- Zentralsterilisation
vertraut machen.
Die Ausbildung soll ihnen die zur Erfüllung dieser Aufgaben erforderlichen speziellen
Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln.
(2) Zu den Aufgaben einer / eines OTA zählen insbesondere
- die fachkundige Betreuung der Patientinnen und Patienten unter Berücksichtigung
ihrer physischen und psychischen Situation während ihres OP- und Funktions-
abteilungsaufenthaltes,
- die selbständige Organisation und Koordination der Arbeitsabläufe in
den genannten Funktionsabteilungen, die Vor- und Nachbereitung
des Operationssaales,
- die Vorbereitung bevorstehender Operationen einschließlich der Instrumente, die
Unterstützung der operierenden Gruppe vor, während und nach der Operation
(Springertätigkeit),
- die Instrumentation in den unterschiedlichen Fachbereichen,
- die Wiederaufbereitung des Instrumentariums,
- die Sachkenntnis und Wartung von medizinischen Apparaten und Materialien,
- die Verantwortung für aseptische Arbeitsweise,
- die Verantwortung für die Durchführung hygienischer Maßnahmen, administrative
Aufgaben,
- die Anleitung beziehungsweise Ausbildung von neuen Mitarbeitern und Schülern.
(3) Die Befähigung zur Übernahme der genannten Aufgaben soll durch theoretische
und praktische Ausbildung, insbesondere auch durch Vermittlung patienten-
orientierter Verhaltensweisen und Einstellungen, erzielt werden.
Klingt meiner Meinung nach doch sehr ähnlich...
Was also ist der Vorteil der Fachweiterbildung?
Können OTAs auch Leitungsaufgaben übernehmen?
Was ist bei Schwangerschaft, GuKs können auf Station eingesetzt werden, OTAs auch (als Pflegehilfskräfte?)?
Wie ist die Ausbildung für den Operationsdienst in anderen Ländern geregelt?
Wie ist eure Meinung ?
Hoffe auf anregende Diskussionen !
Hülsi
Ich sehe das so, dass man gleich OTA werden sollte, wenn man sich sicher ist, nur im OP arbeiten zu wollen.
Gleiches sehe ich so für die Anästhesie. Dafür gibt es doch jetzt auch so etwas Einschlägiges.
Für die USA weiss ich, dass es keine Pflegekräfte sind, die im OP arbeiten. In Italien schon, ich glaube, in UK auch. So viel ich weiss, auch in der Schweiz.
Ich frage mich seit meiner Ausbildung (vor vielen vielen Jahren) was einen nach der Krankenpflegeausbildung wirklich befähigt im OP zu arbeiten. Ausser geringe Grundkenntnisse nicht wirklich viel. Eine OTA ist nach ihrer 3jährigen Ausbildung bei weitem besser auf diese Tätigkeit vorbereitet, als eine GuKP. Um einen ähnlichen Kenntnisstand für die Arbeit im OP zu haben braucht die Pflegekraft entweder jahrelange Erfahrung mit entsprechenden Fortbildungen oder eine zusätzliche Fachweiterbildung.
Das ist teuer und braucht lange Zeit. In Zeiten knapper wirtschaftlicher Ressourcen werden wir uns zwangsläufig mit veränderten Berufsbildern auseinandersetzen müssen und ich bezweifle dass der Einsatz von OTAs einen Qualitätsverlust zufolge hat.
Was ich nicht sagen will ist, dass wir alle Pflegekräfte aus den OPs verbannen sollen. Sie machen dort seit Jahren gute Arbeit. Aber was man überlegen muss, ob man auch zukünftig in die Fachweiterbildung für OP-Pflege investiert oder lieber Ausbildungsplätze für OTAs schafft?
Behid
Hallo Hülsi,*winke*
habe deinen Beitrag mal direkt zu dieser Fachweiterbildung rübergeschoben. Hoffe, es ist dir recht?
Liebe Grüße Brady
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