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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion: Arbeitszeitmodelle bei Teilzeitkräften



Duria
03.11.2010, 18:46
Hallo Zusammen,

ich habe auf meiner Station einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit reduzierter Wochenstundenzahl arbeiten. Um den Wunsch einer Mitarbeiterin mit einer 1/4 Stelle nach mehr Kontinuität zu erfüllen, haben wir uns ein Teilzeitmodell von 2 Tagen pro Woche à 4,5 Stunden überlegt, das wir gerade erproben. Das führt innerhalb des Teams zu kontroversen Diskussionen und innerer Abwehrhaltung (Befürchtung: Stellen könnten gestrichen werden, unflexiblere Dienstplangestaltung, da nicht an allen Tagen eine reduzierte Schicht möglich ist).

Hat jemand Erfahrungen mit einem ähnlichen Arbeitszeitmodell?

LG Duria

Cassiopaia
09.11.2010, 14:57
Hallo Duria,
in unserem Team gibt es sehr viele Teilzeitkräfte. Früher arbeiteten die meist reduzierte Schichten und waren eben häufig da. Zum Teil 4,5 h, andere 6h, zum Teil mit und zum Teil ohne Pause. Das hat natürlich alles seine Vor- und Nachteile. Vorteil für Station/Organisation etc. war natürlich, daß auch die Teilzeitkräfte sehr viel da waren.
Inzwischen arbeitet nur noch eine Teilzeitkraft manchmal in diesen reduzierten Schichten wenn ihr Kind im Kindergarten ist. Ansonsten haben wir diese Dienste wieder abgeschafft, da das nur nett auf den Dienstplänen aussah. Wenn du in diesen reduzierten Schichten arbeitest kriegst du maximal eine Übergabe/Besprechung ab, die jeweils andere geht über Dritte (wo fast immer irgendwas auf der Strecke bleibt). Ich hab selber eine ganze Weile so gearbeitet, das ist grauenhaft! Es kümmert sich auch meist keiner groß um deine Patienten wenn du noch nicht oder nicht mehr da bist. Du machst im Prinzip die Arbeit die die anderen in 8h machen in 6 oder weniger Stunden. Und damit ist den Patienten ja auch nicht geholfen...
Ich glaube solange ihr da nur eine Mitarbeiterin habt die so arbeitet wird das gehen, aber wenn das mehr sind oder werden ists echt nicht mehr schön.

Liebe Grüße,
Cassio

Duria
10.11.2010, 17:11
Nabend Cassio,

die Übergaben sind bei uns nicht das Problem. Auch die Versorgung/ Begleitung der Patienten ist nicht das Problem. Natürlich gibt es Schichten in denen die Arbeit nicht ganz so entspannt zu schaffen ist, aber das ist zu vernachlässigen (meiner Meinung nach). Die innerere Abwehrhaltung werde ich hoffentlich noch ergründen können. Der Nutzen, dass so die betreffende Kollegin häufiger im Dienst ist und somit über die Verläufe besser informiert ist, ist meiner Meinung nach größer als das bisschen Arbeitsverdichtung ... aber wir werden sehen, wir schauen uns das mal 2-3 Dienstplanperioden an und diskutieren dann nochmal.

Danke schonmal für Deine Rückmeldung, eine schöne Restwoche,
Gruß Duria