Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen aus der Praxis
Hallo Zusammen,
im Rahmen der Qualitätssicherung haben inzwischen viele Einrichtungen "Einarbeitungskataloge für neue Mitarbeiter". Dort sind alle wichtigen Informationen zur entsprechenden Einrichtung schriftlich fixiert, zum Teil sind diese auch so aufgebaut, dass anhand von Checklisten, Dinge "abgearbeitet" werden können.
Leider ist es in der Praxis oft so, dass dazu wenig Zeit bleibt und niemand sich so richtig zuständig fühlt. So bleibt es oft einfach "learning by doing".
Ich denke, dass die Anleitung der neuen Mitarbeiter ebenso gezielt geplant durchgeführt werden sollte, wie die Anleitung von Auszubildenden in der Pflege.
Wie sind Eure Erfahrungen aus der Praxis?
Bin gespannt auf die Rückmeldungen
Gruß Duria
das anleiten neuer mitarbeiter erlebe ich hier in der schweiz so, dass 2 erfahrene mitarbeiter für den entsprechend neuen mitarbeiter zuständig und verantwortlich sind.
so hat der/die neue konkrete ansprechpartner und da quatscht auch keiner dazwischen.
hat sich sehr bewährt
Hallo brause,
erst mal Danke für Deinen Beitrag,
es wär noch interessant zu wissen, ob und wie die Einarbeitung organisiert ist. Gibt es nur die Ansprechpartner, oder auch einen Plan? Laufen neue Mitarbeiter erst einmal "zusätzlich" oder sind sie direkt in den normalen Ablauf mit eingebunden?
LG Duria
das anleiten neuer mitarbeiter erlebe ich hier in der schweiz so, dass 2 erfahrene mitarbeiter für den entsprechend neuen mitarbeiter zuständig und verantwortlich sind.
Hallo Brause,
das klingt ja super!
Leider habe ich selbst nie bei meinen Arbeitsplatzwechseln eine gute strukturierte Einarbeitung geniessen können, obwohl einige Stationen durchaus ein brauchbares Konzept hatten. Irgendwie war es aus Mitarbeitermangel nicht möglich oder man meinte bei mir als "erfahrener" Kraft sei das nicht nötig. Schade, denn so musste ich mir immer vieles selbst aneignen und leider bekommt man gewisse Dinge dann erst nach einigen Monaten mit.....!
Die besten Einarbeitungskataloge nutzen nur dann wenn jemand die Anwendung auch kontrolliert. Für wichtig halte ich auch die konsequente Begleitung durch einen festen Mentor. Die Einarbeitung wird dadurch doch sehr erleichtert.
Einen schönen Sonntag
Behid
Wir haben die Einarbeitung neuer Mitarbeiter den Stellvertretenden Stationsleitungen zugeschrieben.
Es gibt einen Einarbeitungskatalog, der in den ersten Wochen für jeden Arbeitstag einzelen Aufgabenschwerpunkte festlegt, die gezeigt oder besprochen werden sollen.
In der Regel sind das organisatorische Dinge und keine direkten pflegerischen Tätigkeiten.
Unser Einarbeitungskonzept differenziert auch nach "neu von Außerhalb Berufsanfänger", "neu von außerhalb", "neu Wiedereinsteiger"... oder so ähnlich. Da ich schon jahrelang keine Neueinstellung mehr in meinen Bereichen verzeichnen konnte, ist mir die genau Abfolge jetzt nicht geläufig.
Beim Wechsel innerhalb der Klinik gibt es dieses Konzept nicht. Trotzdem wird, habe ich zumindest so gemacht, der Stellvertretung der Mitarbeiter zur Seite gestellt.
Einarbeitungstage *hust* gibt es nicht. ICH habe bei meinem letzten Wechsel allerdings darauf bestanden, weil ich auf eine neue Station kam, Leitung im Urlaub und ich musste gleich Dienstpläne schreiben und Krankheitsausfälle abdecken und wusste nichtmal, wie viel Prozent meine Leute arbeiten... geschweige denn, dass ich über die Hälfte überhaupt nicht gekannt habe (anderes Thema). OK, ich hatte dann 2 Einarbeitungstage an denen ich die Schränke durchforstet habe nach brauchbaren Informationen.
Ach ja, offiziell wird bei uns auch noch eine Nacht "eingewacht". Ist mir auch schon Jahre nicht mehr untergekommen.
Grüße
Michl
Wir haben zum einen einen Einarbeitungsleitfaden und zum anderen werden den neuen Mitarbeitern Mentoren zur Seite gestellt. Es wird auch versucht bei der Dienstplangestaltung darauf Rücksicht zu nehmen , so dass Mentor und neuer Mitarbeiter möglichst viel zusammen Dienst haben. Die Zuständigkeit ist eindeutig geklärt was manchmal soweit führt dass andere Mitarbeiter sich nicht zuständig fühlen.Problematisch wird das ,wenn es bedingt durch Ausfälle welcher Art auch immer zu Dienstplanänderungen kommt. In der Regel versuchen wir zwei Nächte einzuwachen , es kommt allerdings auch vor das es nur eine Nacht ist.
Flocky
UlrichFürst
16.03.2008, 08:21
Ich hab da in meiner Weiterbildung zum Praxisanleiter ein neues Einarbeitungskonzept für unsere Station/Abteilung geschrieben. Es gibt mittlerweile noch ein paar Veränderungen, die hier nicht mehr mit reingekommen sind, der Grundgedanke ist aber geblieben.
http://home.vrweb.de/fuerst.ulrich/Downloads/Einarbeitungskonzept.pdf
Die Zeiträume sind absichtlich sehr weit gefasst. Vorher war es erster Tag, zweiter Tag, dritter Tag, usw.
Da das im Stationsbetrieb sowieso häufig nicht so genau einzuhalten ist, hab ich das eben gleich Praxisnah geändert. Meiner Meinung nach hilft dieser "Katalog" auch einem Mitarbeiter mit schlechter Anleitung (sprich wenig Zeit, ständig Wechselnde Bezugsperson), da sie/er ja selbst kontrollieren kann, was noch wichtig ist und dann gezielt nachfragen kann.
Wie lange man mit einem anderen Mitarbeiter mitläuft, bzw. wie schnell ein neuer Mitarbeiter selbständig arbeitet, hängt in erster Linie vom Mitarbeiter ab. Was hilft es jemanden, der noch nicht selbständig arbeiten kann, dazu zu verdonnern?
Ulrich
Hallo Ulrich,
vielen Dank für Deinen Beitrag/ Deine Arbeit. Das ist doch mal was Handfestes.
Ich teile Deine Meinung, dass man die Einarbeitung nicht immer in starre zeitliche Einheiten aufteilen kann und jeder Mitarbeiter anders anzuleiten ist, je nach Vorerfahrungen und Persönlichkeit ... wobei das mit dem "Mitlaufen" in den meisten Häusern Utopie ist.
Ich plane neue Mitarbeiter auch immer gerne zumindest die erste Woche zusätzlich ein, meist reduziert sich das aber dann durch Krankheitsausfälle auf unserer oder aber auch auf anderen Stationen auf denen man dann aushelfen muss (da man ja einen "Kopf" mehr hat....) auf 1-2 Tage - na ja immerhin das ...
LG Duria
Nachdem ich in Südtirol ziemlich genervt war von der ewig langen Einarbeitung (egal, wieviel Berufserfahrung man hatte, man hatte eine 6-monatige Einarbeitung und hat erst nach einem Jahr den ersten Nacht- und Wochenenddienst allein gemacht) erlebe ich hier das andere Extrem: Mach´ mal....:schuld
Da es sich um eine Day Surgery handelt, ist das fachliche für mich weniger das Problem, sind eher kleinere und kurze Eingriffe, aber eben die Handhabung und die Gepflogenheiten des Hauses.
Erschwerend kommt hinzu, dass fast jeder, den man zu irgendetwas befragt, die Dinge anders macht.
Die Practise Development Nurse (entspricht der Praxisanleiterin) sagte, man müsse sehr flexibel und anpassungsfähig sein, nachdem der Anästhesist mich beauftragte, ihm erst einmal einen Stuhl zu organisieren (zum Zeitunglesen).*no*
Powered by vBulletin™ Version 4.0.1 Copyright ©2012 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.