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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Auswahl der Stationsleitung?



Brady
14.02.2008, 21:03
Hallo zusammen,

wie sehr ihr eigentlich heutzutage die Wahl der Stationsleitung, bzw. der stellvertretenden Stationsleitung?

Nach welchen Kriterien sollte dies geschehen? Gibt es da irgendwelche Parameter und wenn, wer legt diese fest?

Warum wird jemand ausgewählt? Ist es noch immer wie früher? Der am längsten da ist? Oder sind da andere Qualitäten gefragt? Wer legt diese Qualitäten/Anforderungen fest?
Sind sie hausspezifisch; der macht uns wenig Ärger? Wie denkt ihr darüber?

Liebe Grüße Brady

Duria
15.02.2008, 08:49
Hallo Brady,

oft ist es unklar, wie die Personalpolitik in den diversen Häusern funktioniert. Das wird sehr unterschiedlich sein. Ich denke, meist ist es eine Mischung aus objektiver Beurteilung und persönlicher Sympathie.

Bei uns werden die zu besetzenden Stellen per Ausschreibung bekannt gegeben, in denen schon bestimmte zu erfüllende Voraussetzungen gefordert sind. Dabei haben natürlich Bewerber mit den entsprechenden Qualifikationen bessere Karten.

Die Zeiten, in denen man Stationsleitung wurde, weil man "jetzt aufgrund der Dienstjahre dran ist" sind wohl hoffentlich vorbei.
Im Günstigste Fall, wird noch geschaut, welcher der Bewerber am Besten in das jeweilige Team passt....

LG Duria

behid
19.02.2008, 14:15
Hallo,

ich glaube nicht, dass die Zeiten in allen Häusern vorbei sind, die Stationsleitungen nach Dienstjahren zu besetzen. Erlebe das leider immer wieder. Auch die subjektive Einstellung der Entscheidungsträger zum Bewerber ist wohl mehr als ein Teilaspekt.
Habe auch schon erlebt das die Anforderungen auf den Stellenausschreibungen vom Bewerber nicht erfüllt und trotzdem genommen wurde, obwohl es mehrere Bewerber mit den entsprechenden Qualifikationen gegeben hat. Was mag da wohl ausschlaggebend gewesen sein? Vielleicht die ruhige zurückhaltende Haltung gegegnüber den PDLs?
Ich habe ehrlich gesagt ein wenig den Glauben daran verloren, dass solche Aufgaben objektiv an die Person mit den besten Vorraussetzungen vergeben wird.

Liebe Grüße
Behid

YinYang
19.02.2008, 16:24
Ist es noch immer wie früher? Der am längsten da ist?
Dieses finde ich die allerschlechteste Begruendung, da sollten wirkliche Qualitaeten eine Rolle spielen, und nicht Dienstjahre.

Michl
20.02.2008, 16:36
Hallo!

Ich denke, dass die Auswahl früher wirklich eher nach Dienstjahren ging. Im besten Fall wurde noch auf Fachkompetenz wert gelegt. Führungskompetenzen waren eher nebensächlich.

Heute ist bei uns die Sachlage so:
Wer noch zu BAT-Zeiten seine Höhergruppierung bekommen hat und 5 Jahre Bewährungszeit geschafft hat, der durfte seine Leitung behalten. Der Rest wurde alles zurückgestuft.
Also auch hier: lediglich der tarifliche Schutz durch die Dienstjahre.

Wenn dann mal wieder neue Leitungsstellen zu besetzen sind, hoffe ich doch sehr, dass andere Maßstäbe angesetzt werden.
Momentan bin ich etwas in Sorge, weil m.E. die letzte (mir bekannte) vergebene Stellvertretungsstelle auch eher "Vetternwirtschaft" war . Bei uns wird auch sehr viel auf Qualifikation und Fortbildungen geschaut, was (m.E.) noch nicht wirklich was mit Leitungskompetenz zu tun hat. Alleine dies zumindest nicht.

Grüße
Michl

Flocky
20.02.2008, 19:57
Ich denke schon dass mittlerweile eher die Fach und vor allem Führungskompetenz gefragt ist . Bei uns , noch immer öffentliche Hand , ist es so dass bei jedem Vorstellungsgespräch für Führungskräfte , der jeweilige Chefarzt der Abteilung zugegen ist und natürlich auch der Personalrat. Ich habe in diesem Rahmen schon an mehreren solcher Gespräche teilgenommen und muss sagen , dass es bisher immer zu einem Konsens gekommen ist. Außerdem werden Leitungsposten seit 2 Jahren immer erst einmal auf 1 Jahr befristet ,und nach 6 Monaten kommt es dann zu einer Zwischenbeurteilung .
Alles in allem habe ich schon das Gefühl das die Kompetenz für die Besetzung einer solchen Stelle tatsächlich ausschlaggebend ist.
Flocky

Duria
20.02.2008, 20:29
Hallo Zusammen,

ich denke auch , das grundsätzlich mehr Augenmerk auf fachliche und Leitungskompetenz gelegt wird, immerhin leben wir im Zeitalter von EFQM, KTQ und co.... da kann man sich nicht mehr leisten, die Stellen "unprofessionell" zu besetzen. Die beschriebene "Vetternwirtschaft" lässt sich aber dennoch oft nicht ausschließen.... aber zumindest sind die "Vettern" dann kompetenter als dazumal ... :rolleyes:

LG Duria