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YinYang
14.02.2008, 13:38
Berufsbezeichnung: Diplom Pflegefachfrau/-mann

Die Anerkennung des deutschen Examens erfolgt beim Schweizerischen Roten Kreuz.

Links:

Schweizerisches Rotes Kreuz - SRK - Für mehr Menschlichkeit (http://redcross.ch/)
hospital-jobs.ch: Willkommen auf hospital-jobs.ch (http://www.hospital-jobs.ch/)
Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner, SBK-ASI Geschäftsstelle Schweiz (http://www.sbk-asi.ch/)
Hallo Schweiz - Informationen, Tipps und Links aus der Schweiz. (http://www.hallo-schweiz.ch/)
halloschweiz.de (http://halloschweiz.de)
jobs.ch - Der grösste Stellenmarkt der Schweiz mit den meisten Stellen und Jobs der WebSuche (http://www.jobs.ch/)
Home - Treffpunkt-Arbeit (http://www.rav.ch/)
svap Schweizerische Beratungs- und Vermittlungsstelle für das Gesundheitswesen AG Zürich (http://www.svap.ch)

brause
14.02.2008, 16:21
.........und kostet 200 franken.....

hallo leuts,

die schweiz erkennt nur das krankenpflege- examen an, nicht die fachweiterbildung.

gruss brause

YinYang
14.02.2008, 16:36
die schweiz erkennt nur das krankenpflege- examen an, nicht die fachweiterbildung.

Oh ja, habe ich vergessen zu erwähnen. Danke für den Hinweis. Magst Du mal über Deinen (Pflege)alltag in der Schweiz berichten?

brause
14.02.2008, 17:08
mit pflege hat mein job nicht viel zu tun,.....bin halt op-pfleger (so nennt man ihn im sprachgebrauch)
patienten für die op vorbereiten----instrumente vorbereiten---- instrumentieren, springertätigkeite ausüben----bisschen assistieren---- nachbereitung----dann nächster patient und alles von vorne.

YinYang
14.02.2008, 21:05
@brause: Inwieweit besteht denn ein Unterschied zum Arbeiten in Deutschland?

brause
15.02.2008, 14:52
doppelt so hohe bezahlung, auslanderfahrung, neues umfeld,
ich denke, die gründe sprechen für sich......

YinYang
16.02.2008, 13:20
Ja klar, das ist meistens bei einer Auslandserfahrung so. Gibt es denn Unterschiede in den Kompetenzen, oder ist das im OP eher so wie in D?

brause
18.02.2008, 07:17
keine unterschiede betr kompetenzen.
ob in deutschland oder schweiz, man blutet, wenn man reinsticht

YinYang
20.02.2008, 14:40
Infoveranstaltung fuer das Arbeiten in der Schweiz

http://www.ba-auslandsvermittlung.de/lang_de/nn_3018/DE/Veranstaltungen/Nordrhein-Westfalen/210208-Duesseldorf.html

Oldtimer
20.02.2008, 14:47
Hätte da mal ne kurze Frage:

Bei uns hieß es damals, dass Examen vom DRK wird in der Schweiz anerkannt, stimmt das ?

Gruß Oldtimer

brause
20.02.2008, 16:58
wie gesagt: das krankenpflege- examen wird für einen kleinen pbulus von 200 franken anerkannt.
nur weiterbildungsmassnahmen wie z.b. op-fplege, anästhesiepflege, wird nicht anerkannt.

gruss brause

Blümchen1985
27.02.2008, 16:38
Hallo!

Habe ein Paar Fragen:

Wie lange dauert die Anerkennung?
Sollte man sich erst anerkennen lassen und sich dann bewerben?
Wie ist dann die genaue Berufsbezeichnung, die man nach der Anerkennung in der Schweiz hat? (Wenn ich mir Stellenanzeigen anschaue suchen die meistens Pflegefachfrauen mit und ohne Diplom.) Auf welche Stellen hab ich dann Chancen?

Liebe Grüße
Blümchen

YinYang
27.02.2008, 16:41
Man heisst Diplom-Pflegefachfrau/-mann. Ich würde mich erst anerkennen lassen und dann bewerben. Habe ich in Italien und England auch gemacht. Wie lange die Anerkennung dauert, weiss ich leider nicht, wie die Stellensituation aussieht, auch nicht. Aber Brause wird bestimmt bald antworten.

Pflegeentwicklung
27.02.2008, 20:20
Hoi Miteinander,

hier ein paar Antworten zur Schweiz:
erst bewerben und dann fragen ob der Arbeitgeber überhaupt eine Anerkennung möchte oder nicht. Ich stelle seit Jahren auch deutsche ein und mich interessiert sie SRK Anerkennung nicht. Ist auch nicht meiner erste Stelle in der Schweiz und ich wurde noch nie danach gefragt. Ist eher dafür gedacht Examen/Diplome aus Ländern anzuerkennen, die man in der Schweiz nicht kennt und auf Gleichwertigkeit zu prüfen. Die dt. Altenpflegeausbildung ist übrigens nicht anerkannt.
Fachweiterbildungen/Studium: einfach bewerben und dann hört man was die Klinik sagt, man ist weniger papiergläubig als in Deutschland und stellt Leute auch eher nach ihren Fähigkeiten an und schaut ob die Ausbildungen in etwas das beinhalten was man sich für einen Stelleninhaber vorstellt.
Bewerben direkt bei den Kliniken ist besser als über die Vermittlungsstellen. Nur wenn ich niemanden finde würde ich an eine solche Organisation gehen, da ich als Arbeitgeber da einiges zahle und der Bewerber meistens auch
man heisst Dipl. Pflegefachfrau/mann DN II oder HF mit deutschem Examen. Nennt Euch bloss nicht Krankenschwester, die Berufsbezeichnung gibt es seit Juli 2002 und wer sich noch Schwester nennt outet sich als unpolitisch und unprofessionell. Schade, dass sich das in Deutschland noch nicht durchgesetzt hat, da hat man ja auch schon einige Jahre eine neue Berufsbezeichnung...? Und man nennt sich wie alle anderen Berufsgruppen natürlich mit Sie/ Frau/Herr und Nachnamen.
Lohn: Man arbeitet 42 Wochenstunden hat weniger Feiertage und nur 20 Tage Ferien. Weiterhin zahlt man weniger Steuern und aus all diesen Gründen hat man einen höheren Nettolohn. Der Lohn ist in jedem Kanton (Bundesland) unterschiedlich und die Steuern sind in jedem Kanton und jeder Gemeinde unterschiedlich.
die Kompetenzen der Pflegenden sind höher. Dies bezieht sich auf funtionelle Tätigkeiten wie Blutabnehmen, Braunülen legen, Infusionen anhängen etc. Aber auch die Rolle ist eine andere man arbeitet als namentlich genannte Bezugsperson und verantwortet persönlich die Pflege seiner Patienten (Primary Nursing). Die Rolle im multidisziplinären Team ist eine andere.
Wenn man in der Schweiz arbeiten will sollte man bereit sein sich in die schweizerische Kultur einzuarbeiten. Deutsches Auftreten ist meist anders als schweizerische Kultur (weniger direkt, mehr diplomatisch, mehr zuhören, weniger reden)
Pflegebereiche sind auch etwas anders, Rehaklinik in der Schweiz ist eher z.B. Frühreha und keine Kur wie in Deutschland, dort werden schwerkranke und pflegebedürftige Menschen behandelt.
Wer also an Pflege interessiert ist die sich einiges weiterentwickelt hat als in Deutschland und wo theoretische Konzepte umgesetzt werden ist willkommen. Wer sich nur für den Lohn interessiert sollte zuhause bleiben. Deutsche Schnorrer gibt es genug und die sind hier nicht beliebt. Offene Stellen gibts genug.Es Gruessli

Pflegeentwicklung

Brady
27.02.2008, 20:32
Nennt Euch bloss nicht Krankenschwester, die Berufsbezeichnung gibt es seit Juli 2002 und wer sich noch Schwester nennt outet sich als unpolitisch und unprofessionell. Schade, dass sich das in Deutschland noch nicht durchgesetzt hat, da hat man ja auch schon einige Jahre eine neue Berufsbezeichnung...? Und man nennt sich wie alle anderen Berufsgruppen natürlich mit Sie/ Frau/Herr und Nachnamen.Hallo Pflegeentwicklung,

irgendwie gefällt mir diese Aussage sehr*gg*.:D

Liebe Grüße Brady

YinYang
27.02.2008, 20:48
Vielen Dank für diesen sehr informativen Beitrag, Pflegeentwicklung.

Blümchen1985
28.02.2008, 00:47
Vielen Dank!

Jetzt weiss ich schon etwas besser Bescheid, was zu tun ist.

Was meinst du, Pflegeentwicklung, haben es deutsche Gesundheits und Krankenpfleger schwer in der Schweiz in den Arbeitsalltag reinzukommen? Ich meine durch die andern Aufgabengebiete und die unterschiedliche Ausbildung.

Vielen Dank,
Bluemchen

Brady
28.02.2008, 21:04
Hallo Pflegeentwicklung,

bedanke mich auch recht herzlich für deine Informationen.

Liebe Grüße Brady

brause
02.03.2008, 21:30
hallo leuts,

@pflegeentwicklung,

sei bitte so nett und erkläre mir, was du mit "deutsche schnorrer" meinst!!!!
würde mich sehr interessieren, deine interpretation diesbezüglich.....

ich habe bisher keinen arbeitgeber erlebt,der die schweizer anerkennung des deutschen examen sehen wollte.
kostet 200 franken, wird nicht dringend gefordert und dauert ca. 2 wochen.

eine gesundheits- und krankenpflege fachkraft wird es nicht ganz einfach haben, eine einstellung in der schweiz zu bekommen, da es in der branche dipl. pflegefachfrau/mann sehr viele einheimische gibt.
eine andere situation ist es in den fachgebieten op, anästhesie und intensivpflege.
die werden überall händeringend gesucht.
wichtig ist, zu wissen, dass jeder einzelne sein gehalt selber aushandelt.
je mehr berufserfahrung, desto höher das gehalt, wenn man gut handelt.

ein deutscher in der schweiz bleibt immer ein deutscher in der schweiz.
man wird es immer spüren, dass man ausländer ist.

gruss brause

p.s. : bin gespannt auf erklärung von @pflegeentwicklung

@blümchen,

wenn du eine anstellung hast in der schweiz, kannst du sicher sein, dass du ganz schnell anschluss finden wirst im arbeitsleben.
die einarbeitungen in der schweiz waren immer sehr gut und ausführlich.
ausserdem gibt es in den meisten kliniken sehr gut ausgebautes qualitätsmanagement
und detailierte standardbeschreibungen sämtlicher tätigkeiten.
du wirst sicher freundlich aufgenommen und gut eingearbeitet.

gruss brause

Aloha
03.03.2008, 05:29
wie gesagt: das krankenpflege- examen wird für einen kleinen pbulus von 200 franken anerkannt.
nur weiterbildungsmassnahmen wie z.b. op-fplege, anästhesiepflege, wird nicht anerkannt.

gruss brause

Brause, in Deinem vorherigen Beitrag hast Du ja geschrieben, dass haenderingend Personal in diesen Bereichen gesucht wird.
Hat man durch die dt. Fachweiterbildung noch bessere Chancen auf eine Einstellung, kann man das Gehalt hoeher aushandeln oder ist der dt. Schein tatsaechlich "wertlos"?

brause
03.03.2008, 18:10
hallo leuts

@Aloha

mit fachweiterbildung wiegt man dich mit gold auf.
als krankenschwester bzw gesundheits- und krankenpflegerin bekommst du sicher eine gute anstellung, mit fachweiterbildung op, anä oder intensivpfl reisst man sich aber um dich.
wie schon erwähnt: die krankenpflege wird gut abgedeckt mit einheimischen kräften, viel weniger jedoch mit fachweiterbildung.
die deutsche fachweiterbildung wird 100% anerkannt und logisch hast du sehr gute karten betr. gehalt, wenn eine klinik händeringend deine qualifikation mit jahrelanger erfahrung sucht. und davon gibt es reichlich.

gruss brause

P.S.:
wer im op., anästhesie oder intensiveinheit arbeiten möchte, muss die entsprechende fachweiterbildung nachweisen können.
kann sein, dass groessere kliniken diesbezüglich grosszügiger sind und krankenpflege- personal einstellen, die dann in den entsprechenden abteilungen eingearbeitet werden.

gruss brause

YinYang
03.03.2008, 20:19
die deutsche fachweiterbildung wird 100% anerkannt

Jetzt verstehe ich aber was nicht, hattest Du nicht erwähnt, nur die Grundausbildung würde anerkannt? Oder bezog sich das aufs Schweizerische Rote Kreuz?

brause
04.03.2008, 16:10
das bezog sich nur auf das srk. die erkennen die "grundausbildung " an, nicht aber die fachausbildungen.
um die anerkennen zu lassen, musst du ca. 4 monate vollzeit schule besuchen mit anschliessender prüfung.
kostet ein heiden geld, man muss sich freistellen lassen für die zeit(vollzeit) und hat dann die anerkennung.
es gibt aber keine klinik oder krankenhaus, die die deutsche fachausbildung nicht anerkennen.
gruss brause

Paul
04.03.2008, 20:05
Hallo zusammen,

als Wahlheimatschweizer und das noch ein sehr glücklicher dazu :) möchte ich meinen Teil zum Thema beitragen.
Ich finde den Beitrag von ??Pflegeentwicklung?? sehr aussagekräftig und viel ist nicht hinzuzufügen, aber einiges muss aus meiner Sicht etwas differenzierter dargestellt werden.



die Kompetenzen der Pflegenden sind höher. Dies bezieht sich auf funtionelle Tätigkeiten wie Blutabnehmen, Braunülen legen, Infusionen anhängen etc. Aber auch die Rolle ist eine andere man arbeitet als namentlich genannte Bezugsperson und verantwortet persönlich die Pflege seiner Patienten (Primary Nursing). Die Rolle im multidisziplinären Team ist eine andere.


Was die Kompetenzen angeht habe ich es auch so erlebt. Ob diese Tätigkeiten für das persönliche Selbstwertgefüht wichtig sind bleibt jedem selber überlassen. Ich fand es lästig diese Tätigkeiten ausführen zu müssen. Abgesehen davon hatte ich die Qalifikationen aber auch im dritten Ausbildungsjahr in D erhalten, war halt nur aus der Übung.
Was die Rolle der Pflegekraft angeht, hängt es sicher auch immer von der Einrichtung ab, in der man tätig ist. Ich persönlich fand es äusserst ernüchternd was ich hier klinisch erleben musste. Die Hirarchie wie ich sie hier erlebt habe war für mich erdrückend und hat jegliche Kreativität der Arbeit untergraben. Kollegen versicherten mit, dass ich gar nicht so laut schimpfen solle, schliesslich sei es im Vergleich zu anderen Kliniken sehr gut :eek:.
Auf der andern Seite muss ich aber sagen, dass ich Kliniken erlebt habe (im Rahmen von Weiterbildugen etc.) die wohl auch funktionieren wie oben beschrieben.
Wie überall auch hängt das von der Philosophie des Hauses und den einzelnen Personen ab. Gernerell zu sagen in der Schweiz wäre es so halte ich für etwas übertrieben (Auch wenn meine Erfahrungen subjektive sind und mit Sicherheit nicht representativ). Wer mit dieser Erwartung in die Schweiz kommt läuft Gefahr etwas hart in der Realität anzukommen.
Wie schon mein PDL beim Einstellungsgespräch gesagt hat: Auch wir kochen nur mit Wasser ich sollte mal nicht zu viel erwarten und ich wusste bald was er gemeint hat.



Wer also an Pflege interessiert ist die sich einiges weiterentwickelt hat als in Deutschland und wo theoretische Konzepte umgesetzt werden ist willkommen. Wer sich nur für den Lohn interessiert sollte zuhause bleiben. Deutsche Schnorrer gibt es genug und die sind hier nicht beliebt. Offene Stellen gibts genug.

Diese Aussage verärgert mich sehr :mad:. Sie ist fachlich wenig haltbar und überheblich. Fachlich habe ich in der Schweiz nichts grundlegend anderes erfahren wie in D. Was mit Sicherheit positiv dabei zu erwähnen ist, ist die Tatsache, dass wohl konsequenter umgesetzt wird, was schon Qualität bringen kann, aber alleine auch noch nicht der Schlüssel zur Wahreit ist.
Auch mir ist hier im letzten Jahr immer wieder mal die Frage begegnet: Wir wollen das Bezugspflegesystem einführen, habt ihr einen Rat????? Hallo wir schrieben das Jahr 2007 seit wann gibt es die Bezugpflege????.

Die deutschen Schnorrer finde ich einen Hammer :mad:.
Das schweizer Gesundheitswesen wäre nicht das was es ist, wenn nicht die unqualifizierten, ausländischen Schnorrer die Arbeit gemacht hätten. Schliesslich habe wir arbeiten gemacht die die Schweizer nicht machen wollten, mit Freude UND wegen dem Geld. Ja und? Ich bin nicht selbsltos, ich lebe von dem Geschäft und ich will gut leben UND Freude an der Arbeit haben.
Der Typ Mensch, der viel Geld verdienen will, aber seinen Hintern nicht hochbekommt ist wohl in allen Kulturen bekannt, aber dennoch wird im eigenen Land immer so getan als ob das ein Phänomen der jeweils andern wäre.

Fazit:
Die Schweiz ist ein tolles Land. Ich mag die Mentalität, die Natur, meine Arbeit. Nachdem ich mich entgültig dem klinischen Geschehen abgewand habe und mich hier selbständig machen konnte ist es für mich perfekt. Ich bin zufrieden und dafür sage ich gerne dankschön, darf aber dennoch feststellen, dass auch nicht alles goldig ist was glänzt.

Viele Grüsse
Paul

YinYang
04.03.2008, 21:22
Vielen Dank für diesen informativen Beitrag, Paul.

Natürlich gibt es überall und in jedem Land einen Haken. Jeder muss sich selbst fragen, womit er leben kann und will.

brause
04.03.2008, 22:23
@ Paul,

ein wirklich guter einstieg.
kann mich nur 100% deiner meinung anschliessen.

gruss brause (auch schweizer gastarbeiter)

Aloha
04.03.2008, 23:46
das bezog sich nur auf das srk. die erkennen die "grundausbildung " an, nicht aber die fachausbildungen.
um die anerkennen zu lassen, musst du ca. 4 monate vollzeit schule besuchen mit anschliessender prüfung.
kostet ein heiden geld, man muss sich freistellen lassen für die zeit(vollzeit) und hat dann die anerkennung.
es gibt aber keine klinik oder krankenhaus, die die deutsche fachausbildung nicht anerkennen.
gruss brause

Danke fuer Deine Erklaerungen, Brause!

Trotzdem noch mal 'ne Frage:

Diese 4-Monats-Ausbildung, ist das dann die komplette Schweizer Fachausbildung?


Paul, auch vielen Dank fuer Deinen Bericht, habe ihn mit Interesse gelesen. :)

brause
05.03.2008, 09:24
hallo leuts,

@Aloah,

diese 4 monate vollausbildung greifen aber nur, wenn du schon fachschwester/pfleger bist und diese hier anerkennen lassen willst.
dieser weg gilt nicht, wenn du krankenschwester/gesundheits- und krankenpflegerIn bist und auf diesem wege versuchst, eine fachausbildung anzustreben.

gruss brause

Aloha
05.03.2008, 19:37
Ahhhhh, vielen Dank fuer Deine Erklaerung, brause.

Hat es denn ueberhaupt irgendeinen Vorteil, wenn man diese 4 Monate absolviert oder ist das Ganze nur eine Formsache?

Und wie laeuft die Weiterbildung der Schweizer ab? Ist dort nicht die Intensiv-FWB von der Anaesthesie getrennt?

Viele Gruesse,

Aloha

Pflegeentwicklung
05.03.2008, 22:02
Hallo,

also zum Verständnis:
Mit deutsche Schnorrer meine ich die Kollegen, die in die Schweiz kommen, weil man hier "mehr verdient" und dann für jeden Einkauf über die Grenze fahren um billigere deutsche Lebensmittel/Kleidung etc. einzuführen und dies auch deutlich kund tun. Und ausserdem einfach eine deutsche Kultur weiterleben und nicht versuchen sich in die schweizerische einzuleben (Es gibt einige und da die Deutschen die grösste Berufsgruppe an Gastarbeitern in CH sind merkt man dies natürlich). Das kommt - verständlicherweise- einfach nicht gut an bei den Schweizern, oder mögen wir das in Deutschland?
Wenn man sich integrieren möchte wird man herzlich aufgenommen, natürlich bleibt man Deutscher - aber warum auch nicht.

Ich für meinen Teil erlebe die Pflege in der Schweiz professioneller, allerdings die Organisation des gesamten Gesundheitswesens wie z.B. DRGs etc.Und Pflegepoltitisch ist der DBfK meines Erachtens Jahrzehnte zurück gegenüber dem SBK. Leider.

In Deutschland habe ich nicht das Gefühl das beispielsweise Ärzte und Pflegende gleichberechtigte Berufsgruppen sind.
Klar versuchen auch hier einige uns auf dienende Schwestern zurück zustufen - aber die Aera ist vorbei - zumindest bei Pflegenden, die dies wollen...da ist jeder Einzelne gefragt.
@Paul: Sicher gibt es bei den Einrichtungen negative Ausnahmen - aber ich spreche vom Durchschnitt.

Alles Gute
Pflegeentwicklung

YinYang
05.03.2008, 22:04
In Deutschland habe ich nicht das Gefühl das beispielsweise Ärzte und Pflegende gleichberechtigte Berufsgruppen sind.

Das ist auch leider nicht so. Ist die Frage, ob sich jemals etwas ändert.

Pflegeentwicklung
05.03.2008, 22:26
Das ist auch leider nicht so. Ist die Frage, ob sich jemals etwas ändert.

Na dann haben wir ja eine Aufgabe oder? Professionell sein. Gut sein. Wertschätzendes Vorleben.

Ein Arzt hat mir gegenüber medizinische Anordnungsbefugnis wie Medikamentenanordnungen etc. Aber viele Dinge wie Wundmanagement, Prophylaxen, Konzepte wie Bobath, Verordnung von pflegerischen Hilfsmitteln, Bezugspersonenkonzept - können Sie da mitreden? Unsere Ärzte in der Klinik nicht mehr. Und sie haben dies akzeptiert - weil es sie auch entlastet. Aber diese Rollenveränderung dauert natürlich und braucht die Anstrengung jeder/m einzelnen daran interessierten Pflegenden im Interesse der wertschätzenden Zusammenarbeit. Nur gemeinsam schaffen wir - in Deutschland - die Abschaffung der Pflege als Heilhilfsberuf und die Positionierung als wissenschaftliche, eigenständige Disziplin.

Viel Erfolg!

Aloha
05.03.2008, 22:42
Mit deutsche Schnorrer meine ich die Kollegen, die in die Schweiz kommen, weil man hier "mehr verdient" und dann für jeden Einkauf über die Grenze fahren um billigere deutsche Lebensmittel/Kleidung etc. einzuführen und dies auch deutlich kund tun. Und ausserdem einfach eine deutsche Kultur weiterleben und nicht versuchen sich in die schweizerische einzuleben

Um noch mal hier einzuhaken, Pflegeentwicklung:

Das es nicht gern gesehen bzw. gehoert wird, wenn man lauthals rumerzaehlt, dass man seinen Grosseinkauf in D macht, kann ich mir vorstellen. Wie ist aber die rechtliche Seite?
Wenn ich innerhalb der Zollfreigrenzen bleibe, mache ich doch nichts Illegales, oder? :confused: Was ist der maximale Wert, den Waren haben duerfen und fuer was besteht ein Einfuhrverbot (mir fallen gerade nur Pflanzen ein...;))?



Und zur Kultur: Ich weiss, was Du meinst. Man muss ja seine eigene Kultur nicht komplett aufgeben, aber ein bisschen Verstaendnis, Einfuehlungsvermoegen und Interesse fuer eine neue Kultur sollte schon da sein. Das ist eigentlich eine Grundvoraussetzung fuer jeden Auswanderer.

Paul
05.03.2008, 22:56
Hi Pflegeentwicklung

ich gebe dir ja mit (fast :-:)) allem recht was du schreibst und möchte auch vermeiden, dass wir hier in eine nicht endende Grundsatzdisskusion verfallen.

In der Einrichtug in der ich zuvor tätig war, wurde/wird alles so beschrieben wie du es auch machst. Leitungskräfte sind davon auch überzeugt das es funktioniet wie beschrieben. Tut es aber nicht und daran sind mit Sicherheit nicht nur die anderen Berufgruppen schuld. Mich Begleitet seit vielen Jahren das eigenartige Phänomen, das Pflegekräfte imemr sehr entrüstet tun weil sie vermeindlich nicht ernst genommen werden und keine Verantwortung haben. Kommt dann jemand und übergibt selbstverstädlich Verantwortung wir alles plötzlich ganz leise.
Es stimmt es liegt an uns was zu ändern, das setzt den Mut voraus etwas ändern zu wollen und vor allen Dingen zu wissen was ich tatsächlich ändern will. Nur so können wir zeigen wer wir sind und was wir machen. Können wir das? Eine Frage mit der sich ja auch der SBK befasst! Ich kann mich an eine rege Diskussion bei einem Regionaltreffen erinnern, leider reicht meine Erinnerung nicht um Details wiederzugeben :(.
Und eben das habe ich in der Schweiz wie in Deutschland erlebt. Für mich ist das ein Problem unserer Identität und nicht der fehlenden Anerkennung.

Kultur und Eingliederung:
Gebe ich dir uneingeschrängt recht. Ich finde es sehr verwunderlich wie selbstverständlich mancher sein Deutschtum lebt. Die Unterschiede sind grösser wie es im ersten Moment erscheinen mag. Der Gipfel ist, wenn Deutsche erwarten das Hochdeutsch gesprochen wird.

Einkaufen über der Grenze :)
Aber Hallo, klar mache ich auch. Die Schweiz lebt vom Import und vom Export. Ich mache es genauso wie so unzählige Schweizer auch, mir werden sogar von Schweizern Tipps gegeben was sie lohn hier oder dort zu kaufen. Das ist ein Klische dem du dich bedienst. Das mit dem Einkaufen bei Aldi kommt mir so vor wie das Mc Donaldphänomen vor Jahren. Niemand aber schon gar niemand hat zugegeben bei Mc Donald zu essen, war ja peinlich, aber Umsätze haben die gemacht das einem schwindelig geworden ist :)
Fast kein Schweizer sagt offen das er am Samstag zu Aldi fährt und die Parkplätze sind rammelvoll.

Unverschämt wird es erst dann (Aloha hat es schon erwähnt), wenn am Zoll versucht wird zu prellen. Bis dahin ist es legal und ja wohl auch im Sinne der Schweiz, sonst hätten sie die Gesetze nicht gemacht wie sie sind.

Gruss
Paul

(Bitte entschuldigt Fehler, ich bin jetzt zu müde zum korriegieren und muss ins Bett :-))

brause
06.03.2008, 06:01
Ahhhhh, vielen Dank fuer Deine Erklaerung, brause.

Hat es denn ueberhaupt irgendeinen Vorteil, wenn man diese 4 Monate absolviert oder ist das Ganze nur eine Formsache?

Und wie laeuft die Weiterbildung der Schweizer ab? Ist dort nicht die Intensiv-FWB von der Anaesthesie getrennt?

Viele Gruesse,

Aloha

ist wirklich nur formsache. es wird dir im berufsleben keinen vorteil bringen, allerdings auch keine nachteile. aber wer kann es sich leisten, 4 monate nur vom ersparten zu leben und die ausbildung bezahlen??

intensiv und anästhesie sind in der schweiz zwei verschiedene paar schuhe.
seit neuerer zeit ist diese ausbildung auch in deutschland getrennt worden, wenn ich nicht irre.
wer die "alte" ausbildung noch hat(intensiv!anästhesie) kann in der schweiz mit beiden abschlüssen zu 100% arbeiten.

gruss brause

YinYang
06.03.2008, 14:07
Ich finde es sehr verwunderlich wie selbstverständlich mancher sein Deutschtum lebt. Die Unterschiede sind grösser wie es im ersten Moment erscheinen mag. Der Gipfel ist, wenn Deutsche erwarten das Hochdeutsch gesprochen wird.

Hm, wie lebt man denn selbstverständlich sein Deutschtum? Was ist daran schlimme? Wir waren hier auch schon in einer deutschen Bäckerei frühstücken und haben uns mit deutschem Vollkornbrot eingedeckt, weil es das in UK leider nicht gibt. Warum sollten wir dies nicht tun? Und wir waren auch schon in einem deutschen Pub und haben uns tierisch über Düsseldorfer Altbier gefreut. Das heisst aber nicht, dass wir die Dinge hier nicht so annehmen, wie sie sind. Warum soll ich denn meine Herkunft leugnen? Ich muss sie nur nicht den Engländern aufzwingen.
Was ist an Hochdeutsch so schlimm? In Südtirol habe ich auch darum gebeten, die meisten haben es gemacht. Sie mögen allerdings die Deutschen. Ich hatte ohnehin mit Italienisch genug zu tun, um auch noch die verschiedenen Dialekte der verschiedenen Täler alle zu lernen.
Vielleicht ist das ja in der Schweiz anders, aber am Anfang sprechen wahrscheinlich die wenigstens Deutschen Schweizerdeutch.

Die Deutschen leben ihre Traditionen eigentlich am wenigsten aus. Die Philippinen und Afrikaner unterhalten sich wie selbstverständlich in ihrer Landessprache, die Deutschen tun das so gut wie nie....

Und Aldi und Lidl haben wir hier auch. Ich liebe Aldi! Habe ich schon in D getan und werde das weiterhin tun. Warum auch nicht?

Pflegeentwicklung
06.03.2008, 19:33
Hi YinYang,

man muss sich einfach bewusst sein, dass Hochdeutsch für die Schweizer eine Fremdsprache ist, die sie in der Schule lernen und die für sie anstrengend zu sprechen ist so wie für mich englisch z.B..
Die Schweizer sind meist sehr höflich - sprichst Du hochdeutsch versuchen sie in hochdeutsch zu antworten (wünschte ich mir manches mal in Süddeutschland :-).
Nach 6 Wochen verstehst Du alles und dann sollte man immer daraufhinweisen, dass das Gegenüber Mundart reden kann.

Ich werde nie schweizerdeutsch sprechen können, das brauchts auch nicht, ich bin und bleibe Deutsche aber man muss keine Rücksicht auf mich nehmen.

Die Sondersituation in der Schweiz ist auch, dass in den letzten Jahren Deutsche ohne Ende eingewandert sind. Diese Invasion macht manchen auch etwas Furcht, denn viele Deutsche besetzen mittlerweile die Führungspositionen, da sie sich sprachlich besser ausdrücken könen (meinen die Schweizer) und forscher ans Werk gehen.

Schönen Abend

Pflegeentwicklung

Paul
06.03.2008, 19:48
Hallöchen nomml,

yup, darum geht es mir schon auch. Ich bin deutscher und werde es auch immer gerne bleiben. Meine Kultur werde ich nicht aufgeben und weiter pflegen. Zu Hause reden wir nur Hochdeutsch, ich werde einen Teufel tun versuchen Mundart zu reden, das klappt eh nicht :) aber mein Sohn wird sicherlich irgendwann Mundart reden und das ich gut so.
Mir ging es eher um die alltäglichen Feinheiten, wenn ich in ein anderes Land gehe muss ich gewisse Gegebenheiten annehmen und auch mittragen. Wenn ich das aus Prinzip nicht mache, weil er mit fremd ist, brauche ich mich nicht wundern wenn der ein oder andere Mühe mit mir hat.
(Das klingt jetzt bisschen altklug :o so ganz gelingen tut mir das ja auch nicht, aber ich übe)

Viele Grüsse
Paul

Pflegeentwicklung
25.03.2008, 23:09
Trend zur Auswanderung: 43 Prozent der Deutschen liebäugeln mit der Schweiz - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,543295,00.html)

Gruss