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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Krank im Urlaub



Volker Rossow
13.05.2009, 21:52
Liebe Kolleginnen und Kollegen

Jetzt beginnt wieder die Urlaubszeit und viele Kollegen erzählen mir in welchen Ländern sie ihren Urlaub verbringen.

Wenn Ihr im Ausland krank werdet, was erwartet Ihr von den Pflegekräften die eine andere Sprache sprechen, damit Ihr das Gefühl habt, hier wird alles getan - was möglich ist?

Reicht Eure Pflegeausbildung aus, damit Ihr den Pflegekräften in einem anderssprachigen Land den Helfern entgegehkommen könnt?

Ich freue mich auf Eure Antworten!

Cassiopaia
14.05.2009, 20:11
Hallo Volker!

Zum Glück hatte ich das bisher nur im deutschsprachigem Ausland, aber wenn ich mir vorstelle, daß ich mir zum Beispiel in Spanien ein Bein breche hoffe ich darauf, daß ich mich mit Hand und Fuß und einem passablem Englisch verständigen kann....eine andere Lösung sehe ich nicht...aber sind wir Pflegekräfte nicht sowohl In- als auch Auslands Improvisationskünstler?:D

Liebe Grüße und allen eine hoffentlich krankenhausfrei Urlaubszeit!!!

Cassiopaia*winke*

Volker Rossow
20.05.2009, 18:33
Hallo Cassiopaia

Du hast sicher Recht, das wir In- und Auslands Improvisationskünstler sind. Allerdings nehme ich Dir nicht ab, dass Du Dich mit Deinen Beinen mitteilst wenn Du ein Bein gebrochen hast.

Auf die Idee mit dem Thema "Krank im Urlaub" kam ich, als mir klar wurde, dass die Ausbildung der exam. Pflegekräfte weder die einfachsten Sätze für sich, geschweige den, für fremdsprachigen Patienten zur Verfügung haben.
Ich gehe davon aus, solange professionelle Pflegekräfte keine Chance haben, sich selbst mitzuteilen (zu helfen), werden Sie dies auch nicht sehr optimal für sie anvertraute fremdsprachigen Patienten machen können.

Das Europa der Bürger beinhaltet eine große Chance:
......die Ausbildung der exam. Pflegekräfte braucht neue Schwerpunkte in Deutschland um sich und andere zu helfen


in einem Europa in dem in 23 verschiedenen Sprachen regiert wird,
keine offizielle Verkehrssprache in Ost- und Westeuropa exisitiert
keine Grenzen für EU-Bürger existieren
wir in Deutschland in die Mitte dieser Staaten gerückt sind,
wir somit ein intensives Transitland geworden sind

Die Benelux-Staaten und die Schweiz lösten das Problem mit offizieller Mehrsprachigkeit. Somit ist auch die Sprachsitutation in den Krankenhäusern sicher eine wesentlich bessere als in Deutschland.

Für mich wäre es ein riesiger Schritt in die richtige Richtung, wenn Pflegekräfte eine Mehrsprachigkeit auf niedrigstem Niveau annehmen könnten. Um letztendlich sich selbst und ihren Patienten besser zu helfen.

Das niedrigste Niveau würde ich mit ca. 10 Sätzen ansetzen, die sich jeder selbst aussuchen kann.
Der Weg in die Mehrsprachigkeit auf niedrigem Niveau kommt sicher, es ist nur noch die Frage ob dies unsere Generation schon nutzt oder ob wir noch mehrere Generationen dazu brauchen.

Cassiopaia
21.05.2009, 15:03
Hallo Volker!

Einfacher wäre sowas sicher, wenn mehr Pflegekräfte mehrere Sprachen könnten, realisierbar finde ich das aber nicht. Was bringt es denn, wenn ich 10 Sätze in verschiedenen Sprachen spreche, wenn ich ganz andere Sätze brauche? Das merkt man doch schon, wenn man in den Urlaub fährt und vorher ein paar Brocken der Landessprache lernt. Dann stellt man seine einstudierten Fragen und die Antworten versteht man leider nicht...? Weil man ja nicht die Sprache lernt, sondern nur einzelne Sätze.

Bei uns gibts im Haus eine Liste mit Mitarbeitern, die andere Sprachen sprechen. Die holt man dann zum Übersetzen. Leider sind das nicht viele, aber für die gängigen reichts....

Liebe Grüße,
Cassiopaia